Über uns

Die Gründung des Vereins "Glückliches Haus" e.V. und der ersten Wohngemeinschaft im Jahr 1979 beruht auf dem Gedanken, dass Menschen mit Behinderung ihr Leben nur außerhalb eines Heimes selbständig und selbstbestimmt gestalten können. Die vorhandenen körperlichen Behinderungen können zwar nicht beseitigt werden, die durch die sogen. „Betreuung und Versorgung" im Heim entstandene Abhängigkeiten werden abgebaut.

Die Wohngemeinschaften sind als Alternative zu den großen Behindertenheimen gedacht. Die Rollstuhlfahrer leben selbstbestimmt in ihren Wohnungen und werden vom ambulanten Pflegedienst „Verein Glückliches Haus“ betreut.

Ziel des Vereins "Glückliches Haus" e.V. ist es, die Menschen mit Behinderung auf ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben außerhalb der Wohngemeinschaften vorzubereiten (soweit sie trotz der körperlichen Einschränkungen dazu in der Lage sind und sie dies auch möchten). Die Umsetzung wird durch ein hohes Maß an Selbstbestimmung durch Mitbestimmung der Behinderten der WGs wie z.B. bei der Aufnahme neuer Behinderten, Erstellung der Essenspläne, Organisation des Einkaufs und vieles mehr erreicht.

Die familienähnliche Lebensweise in den Wohngemeinschaften führt dazu, dass die Menschen mit Behinderung mit den Problemen des täglichen Lebens konfrontiert werden, denen sich  auch jeder Mensch ohne Behinderung stellen muss. Sei es aufgrund z.B. bei Konflikten am Arbeitsplatz, bei privaten Beziehungen oder auch bei finanziellen Engpässen. Von den Menschen mit Behinderung wird ein selbständiger Beitrag zur Lösung dieser Konflikte erwartet. Damit rückt das "normale" Leben in den Vordergrund und die eigene Behinderung bekommt dadurch einen geringeren Stellenwert.

Dass dieses Vereinsziel schon mehrmals verwirklicht werden konnte, sieht man an unseren selbständig wohnenden "Ehemaligen".

Die Wohngemeinschaften haben keinen Heimstatus was bedeutet, dass wir keine Einrichtung wie ein Heim sind und nicht nach Pflegesatz oder Pflegeschlüssel abrechnen. Die Wohngemeinschaften sind  Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung und werden unter anderem über örtliche Träger finanziert.  Der Verein „Glückliches Haus“ ist ein ambulanter Pflegedienst.

Der Verein betreut derzeit 4 Wohngemeinschaften, welche sich alle in München befinden.  In München Neuperlach leben insgesamt dreizehn köperbehinderte Menschen in vier angemieteten Wohnungen.  In der Dorotheenstraße, in einem angemieteten Haus mit Garten, leben sieben körperbehinderte Menschen.

Alle Rollstuhlfahrer und sonstigen Behinderten haben eine Pflegestufe.

Zudem wird noch einem atemgelähmten Mann assistiert, der mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Sohn in einer eigenen Wohnung lebt.

Das Leben der Menschen mit Behinderung wird durch eine große Anzahl qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins "Glückliches Haus" e.V. sichergestellt. Das sind u.a.  eine Pflegedienstleitung, eine Krankenschwester, zwei Heilerzieher, vier Altenpflegerinnen, sowie mehrere ausgebildete Sozialpflegerinnen und Sozialpfleger. Mit zum Team gehören auch  Fachhochschul-, sowie Berufspraktikantinnen. 

Die Arbeitsgebiete der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassen folgende Bereiche im SGB XI und SGB V:

Es handelt sich hierbei z.B.:

Um den hauswirtschaftlichen Bereich; hierzu gehören alle für einen möglichst reibungslosen Ablauf des großen Haushalts der Wohngemeinschaften notwendigen Arbeiten wie Kochen, Aufräumen, Putzen, Besorgung der Wäsche, Einkaufen usw..

Die pflegerische und medizinische Versorgung nimmt einen breiten Raum im Leben der Menschen mit Behinderung ein, da sich aufgrund der Schwere der verschiedenen Behinderungen ein großer pflegerischer Bedarf ergibt. Zu den Tätigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören aber auch die normalen täglichen hygienischen Maßnahmen bei denen Menschen mit Behinderung Assistenz benötigen, wie das Waschen, Baden oder Duschen, Zähneputzen, Benutzen der Toilette, An- und Ausziehen, Essen geben bei allen Mahlzeiten, evtl. auch die Begleitung zu Ärzten oder therapeutischen

Maßnahmen (Krankengymnastik, Ergotherapie o.ä.), sowie die Verabreichung von verordneten Medikamenten.

Um  auch die Freizeit in den Wohngemeinschaften abwechslungsreich und attraktiv zu gestalten, organisieren sich die Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen jeweils über Ihre individuelle Eingliederungshilfe (diese wird vom Bezirk an die Rollstuhlfahrer gezahlt) Unternehmungen (wie Ausflüge, Besuche von Konzerten, Filme, Ausstellungen usw.).  Diese werden dann von den jeweiligen Assistenzen der Rollstuhlfahrer erbracht. Diese Leistungserbringung erfolgt nicht vom Verein Glückliches Haus.

Bei individuellen Urlaubsreisen der Menschen mit Behinderung steht ihnen der  Verein „Glückliches Haus“ e.V. gerne beratend zur Seite.

Um die pflegerische und medizinische Betreuung und die im hauswirtschaftlichen Bereich anfallenden Arbeiten abdecken zu können, sind in allen Wohngemeinschaften die Mitarbeiter „Rund um die Uhr“ in drei Schichten  

Frühschicht (6.00 bis14.00 Uhr)
Spätschicht (14.00 bis 22.00 Uhr) und  
Nachtdienst (22.00 bis 6.00 Uhr) eingesetzt.

Es hat sich als sinnvoll herausgestellt, möglichst immer die gleichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Wohngemeinschaft einzuteilen. Sie sind bei den einzelnen Menschen mit Behinderungen gut eingearbeitet und wissen, worauf in medizinischer, therapeutischer und sozialer Hinsicht besonders zu achten ist und kennen die Wünsche, Bedürfnisse und auch Gewohnheiten der Einzelnen.

Für jede Wohngemeinschaft gibt es unter den Behinderten einen Hauptverantwortlichen, der die Essenskasse verwaltet, sich um die Planung der Einkäufe, Erstellung des gemeinsamen Essensplanes kümmert. Er ist  auch Ansprechpartner für die anderen Rollstuhlfahrer und Mitarbeiter.

In jeder Wohngemeinschaft gibt es verschiedene Pläne, so z.B.  Badepläne, Essenspläne und Einkaufslisten. Alle Pläne werden von den Behinderten gemeinsam erstellt, somit werden alle Wünsche und Bedürfnisse gleichmäßig berücksichtigt.

Wir arbeiten mit den verschiedenen Haus- und Fachärzten eng zusammen. Für die verordneten Therapien kommen die Therapeuten teilweise ins Haus oder es werden Fahrdienste organisiert, die dann die Fahrten zu den jeweiligen Praxen übernehmen. Ebenso eng und gut arbeiten wir mit Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen zusammen, bei denen mehrere unserer Rollstuhlfahrer als Mitarbeiter beschäftigt sind. 

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Dorotheenstraße 13 A

81825 München

Telefon: 089/4394871

Fax: 089/99736805

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Sitz der Verwaltung:

Lars Rodermund

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83714 Miesbach

Tel: 08025/6138

Fax: 08025/999972

E-Mail: 

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Hompageverwaltung:

Lars Rodermund